Partner Talk

Der perfekte Match.

Etienne ist neu Mitinhaber der Agentur.

Die standing-ovation-Inhaber Michael Dancsecs und Etienne Ruppen im Gespräch.

Michael (MD): Warum hast du dich entschlossen, bei standing ovation einzusteigen?

Etienne (ER): Ich kam 2014 mit der Absicht zu standing ovation, mein unternehmerisches Talent stärker unter Beweis zu stellen. Wir haben uns ja von Anfang an hervorragend verstanden und standing ovation besteht aus einem aussergewöhnlichen Team. Da ist der Funke schnell übergesprungen. Wir beide ergänzen uns: Du bist der Visionär, derjenige, der Möglichkeiten und Chancen sieht und immer wieder die Herausforderung sucht. Mein Part dagegen ist es, das Team zu führen, Ressourcen zu planen und das Unmögliche immer wieder möglich zu machen. Das ist für mich der perfekte Match.

ER: Was bedeutet dir unsere Partnerschaft?

MD: Zwei sind in unserem Fall viel mehr als eins und eins. Für mich ist eine Geschäftspartnerschaft nicht nur geteilte Verantwortung, sie ist auch ein Garant für Kontinuität und Kreativität gegenüber unseren Kunden. Der Erfolg von standing ovation gründet auf Partnerschaft. Das war die letzten zwölf Jahre so. Das wird auch in Zukunft so sein. Ich brauche ein Gegenüber: als Sparringpartner und als kritischer Hinterfrager. In dieser neuen Kombination können wir unsere Stärken noch gezielter einsetzen.

MD: Was hat dich und deine Karriere geprägt?

ER: Ich bin in der Hotellerie gross geworden und damit auch mit dem Dienstleistungsgedanken. Meine Eltern führen in Saas-Grund einen Hotel-Restaurant-Betrieb. Für den Gast, für den Kunden da zu sein, ihm ein einzigartiges Erlebnis zu bieten, das hat mich geprägt. Hospitality ist ein Thema, das mich begleitet. Oft werde ich von Freunden und Kollegen, die heute ein Hotel oder Restaurant führen, gefragt, wie ich dieses Erlebnis in ihrem Unternehmen beurteile. Meine Lebenspartnerin ist Vizedirektorin im Art Deco Hotel Montana in Luzern. Die Themen Dienstleistung und Hospitality gehören zu meinem Leben.

ER: Was sind deine Learnings aus über zehn Jahren Live-Kommunikation?

MD: Dass wir von Eventveranstaltern zu Brandexperten geworden sind. So wie sich Rolle und Relevanz von Marken entwickelt haben, so hat sich Live Experience zu einem wichtigen Marketinginstrument gewandelt. Wir konzipieren und realisieren zwar immer noch Events, aber tun dies viel stärker im Kontext von Brand Experience und Brand Management. Eine faszinierende Entwicklung, die uns Perspektiven eröffnet, die vor zehn Jahren noch gar nicht denkbar waren.

MD: Wie viel Wallis steckt in dir?

ER: Ja, man hört es, ich bin Walliser. Das Grüezi-Sein (siehe Legende) bleibt mir wohl ein Leben lang vorenthalten… Ich bin im Wallis aufgewachsen und gebe mich auch in der Üssuschwiiz als Walliser. Der Umgang mit Menschen, das Anpacken sowie das Beisammensein und Geniessen liegen mir. Und das brauche ich. Für mich gibt es übrigens auch keinen Röschtigraben. Ich fühle mich in Zürich sehr wohl, gleichzeitig schätze ich regelmässige Abstecher zurück in die Berge mit ihren Menschen, Eigenheiten und der wunderbaren Natur.

ER: Was ist anstrengender – dein Job oder deine Vaterrolle?

MD: Beides braucht Energie, aber beides bringt mir auch viel Freude: So wie meine Zwillinge jeden Tag die Welt neu entdecken dürfen, so möchte ich jeweils die Projekte anpacken: neue Ideen erkunden, Kunden davon überzeugen und Konzepte erfolgreich umsetzen. Diese Offenheit zum Teil meines Jobs machen, das ist mir wichtig, auch wenn es anstrengend sein kann.

MD: Was machst du, wenn wir uns nicht im Büro gegenübersitzen?

ER: Ich schreibe dir, wo du bleibst… (haha). Ich hatte die Möglichkeit, ein Walliser Maiensäss umzubauen. Das ist der Rückzugsort, den meine Partnerin und ich aufsuchen, wann immer sich die Möglichkeit bietet. Es ist mein Kraftort, ein Ort für klare Gedanken, für gute Gespräche und überdachte Entscheidungen. Zwischen Zürich Seebach und den Lärchenwäldern über Saas-Grund liegen Welten: Und doch gehört für mich beides zusammen: Die phygitale Welt von Live-Kommunikation und der Zauber der Walliser Viertausender.

Kleines Walliser Wörterbuch.

  • Grüezi = die „Grüezini“ sind Menschen aus der deutschsprachigen Schweiz ausserhalb des Kantons Wallis
  • Horu = Matterhorn (Berg)
  • Mattini = Einwohner von Zermatt
  • Plättli = Teller mit Käse, Wurst- und Fleischspezialitäten
  • Saasi = Einwohner vom Saastal
  • Üssuschwiiz = deutschsprachige Schweiz ausserhalb des Kantons Wallis

Branchenauszeichungen setzen Benchmarks, fördern die Qualitätsdiskussion und motivieren. So war der Gewinn unseres ersten FAMAB AWARD am 23. November eine tolle Erfahrung: Wir können uns international behaupten! Ja, Auszeichnungen machen Sinn und Spass. Dafür gibt es gute Gründe.

Branchenpreise sind beides: Kräftemessen und Schaulaufen. Kräftemessen mit unseren Mitbewerbern im Markt, Schaulaufen für unsere Kunden und ihre Projekte. Deshalb beteiligen wir uns an nationalen und neu auch an internationalen Wettbewerben. Denn diese Wettbewerbe zeigen uns, wo wir stehen. Und sie beweisen unseren Kunden, wie leistungsfähig wir sind. Zugleich ist uns der Austausch mit Branchenexperten und Berufskollegen wichtig: Wir sammeln Inspirationen und pflegen das Ideennetzwerk.

Nationaler Vergleich: zu den Besten gehören.

Der XAVER Award ist quasi unsere Nationalliga. Er soll ein „Gütesiegel“ sein für die „herausragendsten Liveprojekte“, so der Expo-Event. Live Communication Verband Schweiz. Die Teilnahme am XAVER Award ist für uns Pflicht, denn sie demonstriert der Fachwelt wie auch einem breiten Publikum unsere Qualitäten und unseren Marktwert. Der Gewinn von XAVER Awards gehört zu unserem Leistungsausweis gegenüber unseren Kunden. Doch bei allem Stolz auf unsere zahlreich erhaltenen XAVERs: Im Zentrum unserer Arbeit stehen unsere Kunden – und nicht unsere Ambitionen.

Europäischer Vergleich: Horizont erweitern.

Mit der Teilnahme am FAMAB AWARD haben wir dieses Jahr erstmals an einer internationalen Jurierung teilgenommen. „In der Champions League mitspielen“, das war die Devise. Der FAMAB AWARD ist eine interdisziplinäre Veranstaltung des deutschen FAMAB Kommunikationsverbands e.V. (früher Verband Direkte Wirtschafts-kommunikation e.V.). Hier werden explizit „internationale Benchmarks“ ermittelt. Wer als Schweizer Agentur antritt, misst sich mit Agenturen und Projektbudgets, die meist um ein Vielfaches grösser sind. Wer als Schweizer Agentur reüssiert, der weiss: Wir sind punkto Kreativität und Umsetzungsleistung top. Deshalb unsere grosse Freude über den Gewinn des bronzenen FAMAB AWARD für das Projekt „ABB Gottardo“. Mehr Informationen über die Einreichung und unseren Apfel finden Sie hier.

Internationale Kunden: globale Perspektive.

Die Auseinandersetzung mit der internationalen Konkurrenz erweitert nicht nur unseren Horizont, wir verstehen sie auch als Pflicht angesichts unserer global engagierten Auftraggeber. Kunden wie die European Space Agency, ABB, Barry Callebaut, Microsoft oder die Mindfire Foundation beauftragen uns mit Projekten von internationalen Dimensionen. Wir bewegen uns in einer globalisierten Kommunikationswelt, auch wenn wir uns in erster Linie als nationaler Dienstleister positionieren. Deshalb sind wir nach dem Gewinn unseres ersten internationalen Awards auf den Geschmack gekommen. And the winner is … standing ovation ag and its clients!

© Bilder FAMAB Award: Peter Jammernegg, Ben Grna

Kein Land auf der Welt veranstaltet mehr Open-Air-Festivals als die Schweiz. Das Live-Format hat Hochkonjunktur. Und es erfindet sich immer wieder neu, kommerziell wie kulturell. Was sind die Trends?

Die Schweiz ist Open-Air-Weltmeister. Sie hat das Live-Festival zwar nicht erfunden, aber so intensiv kultiviert, dass der Markt mittlerweile ein Publikum von rund fünf Millionen Festivalbesuchern umfasst. Da gibt es die Branchenleader Paléo und Frauenfeld mit bis zu 230 000 bzw. 170 000 Gästen; da gibt es aber auch jene Indie- und Community-Festivals die überglücklich sind, wenn sie 2000 Tickets verkaufen. Dazwischen erstreckt sich eine Festivallandschaft, die bunter nicht sein könnte.

Die Menschen sehen das Festival als eine Auszeit.

Jasper Barendregt, Festival Director FKP Scorpio

Ebenso vielfältig wie die Programme und Positionierungen sind auch die Geschäftsmodelle: Wie sich der Einnahmen-Mix aus Ticketverkauf, Gastro, Merchandising und Sponsoring rechnet, hängt stark von der Grösse und der Trägerschaft ab. AGs wirtschaften anders als Vereine, hochfliegende Newcomer anders als gestandene Veteranen, die mit Budgets zwischen 27 Mio. CHF (Paléo) und 8 Mio. CHF (OpenAir St. Gallen) kalkulieren.

Der Live-Boom konsolidiert sich.

Live-Festivals sind die Antwort auf die Digitalisierung des Musikkonsums. Streaming ist gut, live ist besser: Das zeigt sich auch in absoluten Zahlen: 2005 fanden in der Schweiz 877 Live-Musikveranstaltungen statt; zehn Jahre später waren es gemäss der Swiss Music Promoters Association rund 1640 (Pressemitteilung SMPA, 5/2015). Doch seit 2015 sind die Wachstumsjahre vorbei. „Der Markt wird eng“, konstatierte die SMPA und wies auf die sinkende Auslastung der Live-Veranstaltungen hin. Zuvor hatte schon Thomas Kastl, damals Chef von Good News, gewarnt: „Der Schweizer Festivalmarkt ist übersättigt.“

 

Mehr als Line-ups und Headbanging.

Auch wenn der Live-Markt satt ist, müde ist er keineswegs. Längst haben sich zahlreiche Live-Festivals weiterentwickelt: vom Musik-Event zum vielseitigen Erlebnisformat. „Die Menschen sehen das Festival als eine Auszeit“, meint Jasper Barendregt, Festival Director bei FKP Scorpio, dem deutschen Producer des Greenfield Festivals (Interlaken). „Es ist total fashionable, aufs Festival zu fahren.“

Das Line-up ist längst nicht mehr der alleinige Publikumsbringer. „Musik ist die wichtigste Komponente eines Festivals, aber sie ist nicht mehr die einzige“, so Barendregt. Dem Mix gehört die Zukunft: Einzigartige Live-Momente kombiniert mit neuartigen Erlebniswelten ist das Konzept. Ambiente, Stimmung, Gastroangebote und Anbindung an Lifestyle-Themen werden deshalb immer wichtiger.

In 40 Ländern aktiv und jährlich 550 Millionen Zuschauer.

Booker-Giganten drängen in den Markt.

Der Sommer 2017 brachte dem Openair Frauenfeld nicht nur Hitzetage, sondern auch heisse News: Ab jetzt ist der US-Konzern Live Nation, einer der weltweit grössten Produzenten von Live-Veranstaltungen, Eigentümer der traditionsreichen 11-Mio. CHF-Veranstaltung. Wer wie Live Nation in 40 Ländern aktiv ist und jährlich 550 Millionen Zuschauer bewirtschaftet, hat praktisch unbegrenzte Booking Power. Live Nation arbeitet mit Stars wie Madonna, Jay-Z oder U2 – und zwar exklusiv. Mit dem Openair Frauenfeld sind die Ambitionen von Live Nation in der Schweiz noch nicht befriedigt. „Wir können uns weitere Beteiligungen in der Schweiz vorstellen“, meint André Lieberberg, Managing Director von Live Nation Deutschland.

Das ganze Festival-Package entscheidet.

Für mittelgrosse Festivals mit 10 000 bis 15 000 Tagesbesuchern kommt es deshalb mehr denn je auf besonders sorgfältiges Marketing und überlegtes Booking an. Der Singer-Songwriter-Event Unplugged Zermatt hat exemplarisch vorgemacht, dass ein klares Profil und eine entsprechende Programmierung entscheidend zum Festival-Erfolg beitragen. Wie schwierig das ist, zeigten die turbulenten Jahre des Zürich Openair: Stars einkaufen garantiert noch keine schwarzen Zahlen. Im Gegenteil: „Eine eigene Handschrift bleibt zentral, ja sie wird immer wichtiger“, so Christoph Huber, Festivaldirektor des OpenAir St. Gallen. Auch Dany Hassenstein, Mitglied der Geschäftsleitung des Paléo Festival Nyon, bestätigt in der NZZ (12.6.2015): „Die Realität ist, das ganze Package entscheidet.“ Es komme darauf an, „Magie ins Festival zu bringen“.

Livemusik, Kunst, Lesungen, Film, Natur & Genuss.

Boutiquefestivals mischen die Szene auf.

Während die traditionellen Open-Airs und altgedienten Indiefestivals immer stärker in internationale und festivalübergreifende Strukturen eingebunden werden, schlägt die Stunde der Boutiquefestivals: kleine, bisweilen feine Live-Events, die mit Ideen und Experimentierfreude die Szene aufmischen.

Der Boutiquetrend kommt aus den USA und ist nun so richtig in Europa angekommen. Die Boutiquefestivals definieren das Format Festival neu: als 360°-Erlebnis und Gesamtkunstwerk. Das Burning Mountain im bündnerischen Charal (Zernez) zählt hier zu den Schweizer Vorreitern. Europas höchstgelegenes Live-Festival beschäftigt rund zehn Dekorationsteams und verwendet viel Energie auf Gestaltung der Floors und Festival Areas. Performance Artists, Workshops sowie der Food & Craft Market tragen ebenso zum Gesamterlebnis bei wie der Sound.

Crossover zwischen Musik und Lifestyle.

Die Boutiquefestivals erhalten ihre innovativen Impulse aus unterschiedlichsten Lifestyle-Milieus und Communitys: Während die Indie-Pop-Festivals Landleben und Naturverbundenheit zelebrieren, punktet die Elektroszene mit einzigartigen Locations. Festivals wie Outlook (Fort Punta Christo, Pula, Kroatien), Electrisize (Erkelenz, Deutschland ) oder A Summer’s Tale (Luhmühlen, Deutschland) setzen hier europäische Massstäbe.

A Summer’s Tale beispielsweise praktiziert einen bunten Crossover: „Livemusik, Kunst, Lesungen, Film, Natur & Genuss“ stehen auf dem Programm, inklusive Bioweinverkostung. Besonderes Juwel unter den Boutiquefestivals: Château Jolifanto, das eher private Elektrofestival für ca. 600 Gäste in einem 55-Zimmer-Schloss im Burgund.

Auch die grossen Schweizer Festivals springen auf den Boutique-Trend auf: Das weltmusikalisch programmierte Village du Monde auf dem Paléo-Gelände sowie die Kreativkooperation mit Kunstschulen verleihen dem Westschweizer Mega-Event eine sympathische Non-Profit-Note.

 

Erleben, bis die Ohren wackeln.

Wer heute im Festivalbetrieb mit kommerziellen Ambitionen auftrumpfen will, muss Live Experience neu definieren: so wie das junge Rüttelhütte in Air Festival. Was da in Hauptwil/TG abgeht, ist „die geilste Homeparty der Schweiz“. Die vollmundige Positionierung kommt an, ebenso das Konzept, das Musik mit „absoluten Entertainment-Highlights“ kombiniert.

Erste Indoor Camping Area der Welt.

Das Rüttelhütte in Air Festival bietet nicht nur die „erste Indoor Camping Area der Welt“, die „erste Schweizer Schwarzlicht-Minigolfanlage“ sondern auch „das Masters of Beer Pong“ (deshalb auch das Einlassalter 18). Von einem Verein getragen, wurde das Rüttelhütte in Air Festival 2015 via Crowdfunding über die Raiffeisen-Plattform „Lokalhelden“ ins Leben gerufen. Schwer, den aufgedrehten Action-Style des neuartigen Festivals zu toppen! Mit seinem hochkarätigen „Heimscheisser-Line-up“ (sprich Schweizer Acts) ist das Festival auch beim Migros-Kulturprozent auf offene Ohren gestossen.

 

 

Neue Kooperation zwischen Festivals und Sponsoren.

Die erste Festivalgeneration der Schweiz ist mittlerweile in Rente. Und damit auch das Festival als Bühnenereignis mit Matsch-Zeltplatz und Kloschlange. Auf den Festivalgeländen entstehen immer mehr Erlebniswelten, die spezifisch auf einzelne Communitys und Bedürfnisse abgestimmt sind. Je mehr Festivals zu neuen Live-Experiences werden, desto vielfältiger auch die Möglichkeiten fürs Live-Marketing.

Vorbei die Zeit des offensiven Sponsorenbrandings und der grossflächigen Werbung.

„Für viele Sponsoren sind die Festivals ein perfekter Weg, um gerade mit jüngeren Konsumenten auf lockere Art in Kontakt zu treten“, so Christof Huber von Incognito Productions, dem Veranstalter von Festivals wie OpenAir St. Gallen, Stars in Town (Schaffhausen) und Summer Days (Arbon). Vorbei die Zeit des offensiven Sponsorenbrandings und der grossflächigen Werbung. „Dezente und sinnvolle Auftritte bringen mehr. Deshalb werden die Auftritte meist zusammen mit dem Festivalveranstalter entwickelt. So fügen sie sich zwanglos ins Festivalkonzept ein.“ Die nächste Festivalsaison zeichnet sich schon ab. Bald werden erste Line-ups publik. Eins ist dabei klar: Ohne Live-Festivals keinen Sommer – das Open-Air-Gefühl ist längst ein Lebensgefühl geworden.

Winston und standing ovation on Tour.

Mit „Winston Village“ hat standing ovation für JTI ein Open-Air-Konzept erarbeitet, das Festivalerlebnis und Brand-Experience nahtlos verbindet. Im Zentrum stand dabei:

• Innovatives Branding: Der Winston-Tower war in die Festival-Architektur integriert.
• Eine Vielzahl von Touchpoints führte vom „Get to know“ der Band bis zum „Being part of“.
• Im Village wurde ein eigenes Ambiente mit Lounges, DJs und Activities geschaffen.
• Das Villagekonzept musste in unterschiedlichsten Festival-Kontexten funktionieren.

Das „Winston Village“ war an folgenden Festivals präsent: Greenfield Festival (Interlaken), Argovia Fäscht (Birrfeld), Trucker & Country Festival (Interlaken), Openair Lumnezia (Val Lumnezia), Heitere Openair (Zofingen), Openair Gampel

©Bild Header: Aranxa Esteve

Wenn ein global so erfolgreiches Schweizer Unternehmen Jubiläum feiert, sind professionelle Veranstaltungen auf internationalem Spitzenniveau gefragt. Das Jahr 2016 stand für standing ovation im Zeichen der ABB. Von der «Loktaufe Gottardo» über die «Gotthard-Basistunnel-Eröffnungsfeier» bis zur «125-Jahr-Jubiläumsgala» haben wir für den Konzern mit Weltruf die ganze Eventbandbreite konzeptioniert, organisiert und orchestriert.

Geschichten von Innovationen

Er heisst YuMi und ist der weltweit erste kollaborierende Zweiarmroboter für die Kleinteilmontage. Hand in Hand arbeitet er mit Menschen zusammen und hat damit eine neue Ära in der Automatisierung von industriellen Prozessen eingeläutet. ABB hat YuMi entwickelt und 2015 im Markt eingeführt. Der Roboter ist ein weiterer Meilenstein in der 125-jährigen Innovationsgeschichte des Konzerns.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts fristete Baden mit seinen Quellen und Thermen einen beschaulichen Alltag. Dann gründeten die jungen Konstrukteure Charles E. Brown und Walter Boveri 1891 die Firma BBC und verwandelten das Städtchen an der Limmat in ein prosperierendes Zentrum der Maschinen- und Elektrotechnik.

Aus der Schweiz heraus eroberte ABB die Märkte in Europa und der ganzen Welt.

Aus der Schweiz heraus eroberte das Unternehmen schrittweise die Märkte in Europa und der ganzen Welt: 1944 entwickelte BBC die erste Hochgeschwindigkeitslokomotive mit Direktantrieb, Anfang der 1970er den weltweit leistungsfähigsten Transformator. Knapp 100 Jahre nach der Gründung fusionierte BBC 1988 mit der schwedischen Firma ASEA zur ABB mit Hauptsitz in Zürich. Heute ist der Konzern mit seinen Tochterfirmen in über 100 Ländern präsent und beschäftigt rund 135 000 Mitarbeitende.

125 Jahre Innovations- und Pionierleistungen aus der Schweiz für die ganze Welt. Ein solches Jubiläum muss gefeiert werden. Und zwar so, wie es sich für einen Konzern mit solchem Renommee gehört. Als Eventpartnerin von ABB durfte standing ovation das grosse Jubiläumsjahr des Konzerns unter dem Motto «Serving the World from Switzerland» mit einer ganzen Reihe herausragender Veranstaltungen eng begleiten und mitgestalten.

Galaevent «125-Jahre ABB» – neue Konzernstrategie erlebbar machen.

Absoluter Höhepunkt des Eventjahrs war die zweitägige Galaveranstaltung «125-Jahre ABB», die am 20. und 21. Oktober 2016 auf dem «Chilbiplatz» in Wettingen stattfand. An beiden Abenden begrüsste ABB je rund 550 Personen. Eingeladen waren wichtige Stakeholder und Partner aus der ganzen Welt. Der Anspruch von ABB an diese Veranstaltung lässt sich wie folgt zusammenfassen: «Mit Stolz, Genugtuung und Freude auf das in 125 Jahren Erreichte anstossen, den Kunden herzlich für ihr Vertrauen danken und gemeinsam mit ihnen den Fokus auf eine erfolgreiche Zukunft richten.»

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Show/Content: Dramaturgischer Aufbau der ABB-Zeitreise.

Dieser neu angestossene Transformationsprozess wurde auch zum erklärten Hauptmotiv der «Story» des Galaevents. Für standing ovation bedeutete dies, dem Anlass diesen Geist des Aufbruchs einzuhauchen, ohne dabei die historische Relevanz, die ein 125-Jahr-Jubiläum selbstredend mitführt, zu vernachlässigen. Die Organisation und Orchestrierung der Veranstaltung sowie alle damit verbundenen Kommunikationsmassnahmen standen daher unter dem Gesichtspunkt «Rückblick in die Zukunft».

Musikalische Zeitreise mit dem MIAGI Youth Orchestra aus Südafrika.

Beide Galaabende wurden durch künstlerische Darbietungen auf höchstem Niveau bereichert. Eine perfekte musikalische Inszenierung der langen ABB-Zeitreise gelang dem MIAGI Youth Orchestra aus Südafrika. Das international bekannte Jugendorchester spielte verschiedene eigens für ABB komponierte Stücke und sorgte damit für viel Begeisterung. Der Auftritt von YuMi verknüpfte auf eindrückliche Weise Kunst und Hightech. Gemeinsam mit einer professionellen Tanzgruppe bot der ABB-Roboter eine überraschende und zugleich verblüffende Bühnenchoreografie mit hohem Unterhaltungswert. Die Weltpremiere des autonom fliegenden Mikrohelikopters «Firefly» (Choreographie und Umsetzung durch Verity Studios) der ETH Zürich sowie eine mit den Gästen interagierende Inszenierung rundeten das vielfältige Programm ab.

Event-Engineering: Ein logistisches Megaprojekt.

Um diesen neuen Spirit auf sämtlichen Ebenen stringent zu transportieren, standen in der Zeitspanne vom 3. Oktober bis 7. November 2016 nicht weniger als 1200 Personen unter der Ägide von standing ovation im Volleinsatz, um das gute Gelingen des ABB-Galaevents zu garantieren. Wir nahmen dabei die Rolle der gesamtverantwortlichen Generalunternehmung ein und kooperierten für dieses Grossprojekt mit total 30 Partnerfirmen.

Die logistischen und planerischen Aufgabenstellungen, die der Anlass im Bereich des «Event-Engineerings» stellte, waren herausfordernd. 120 Sattelschlepper waren im Einsatz, um rund 1400 t Material für den Aufbau des Festgeländes nach Wettingen zu transportieren. 110 km Kabel wurden verlegt, um unter anderem 52 Grossprojektoren mit 1050 m2 Projektionsfläche respektive 180 m2 LED-Wandfläche ans Stromnetz anzuschliessen. Die mannigfaltigen digitalen Inszenierungen am Galaevent produzierten total 23 TB an Video- und Bilddaten. «Dieses Grossaufgebot an modernsten technischem Equipment diente uns dazu, dem Anspruch von ABB, die digitale Revolution der gesamten Industrie an vorderster Front mitzuprägen, anlässlich dieser Galaevents emotional erlebbar zu machen», erklärt Michael Dancsecs.

 

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Hospitality: Durchgängige «Guest Journey» von Ankunft bis Abreise.

Bis ins kleinste Detail orchestriert war auch das Hospitalitykonzept von standing ovation für den ABB-Galaevent. Es basierte auf einer «Guest Journey», welche die zahlreichen internationalen Gäste von der Einladung über die Ankunft am Flughafen, den Hotel-Check-in bis zum Transport zur Gala begleitete. In diese umfassende «Guest Journey» integriert waren auch sämtliche Kommunikationsmassnahmen (Einladungen, Registrationsprozess, Briefpapier, Microsite, Karten, Give-aways etc.) sowie die Eventidentity an den Galaabenden selbst.

Die gesamte Konzeptionierung und Umsetzung dieses Megaevents erforderte von standing ovation die Bereitstellung und den Einsatz umfangreicher Ressourcen und weitreichender Infrastruktur. «Um diese Infrastrukturen auch über die Gala hinaus nutzbar zu machen, übergaben wir sie nachträglich an ABB Schweiz, um damit noch verschiedene Folgeevents organisieren und durchführen zu können», erklärt Michael Dancsecs.

2016: «Ein Jahr ganz im Zeichen der ABB».

Die ABB-125-Jahr-Galaevents waren für standing ovation ein Meilensteinprojekt. Das gilt für das gesamte Jubiläumsjahr des Schweizer Vorzeigeunternehmens. «Kein Zweifel», sagt Michael Dancsecs, Inhaber von standing ovation, «2016 stand für uns im Zeichen der ABB.» Schon Monate zuvor wurde in enger Zusammenarbeit mit dem ABB-Eventteam die Planung und Konzeption von umfangreichen Jubiläumsaktivitäten lanciert. Den Start machte am 19. Januar 2016 die «Loktaufe Gottardo 2016», die feierliche Verkehrsübergabe einer modernen Lok2000 im ABB-Design in der Westschweiz.

Start am 19. Januar 2016 mit der Loktaufe Gottardo.

Es folgte Ende Januar ein viel beachteter ABB-Auftritt am World Economic Forum (WEF) in Davos. Dann kam die grosse Eröffnungsfeier für den Gotthard-Basistunnel am 4./5. Juni. In deren Rahmen veranstaltete standing ovation für ABB auf dem SBB-Gelände in Rynächt (UR) und Pollegio (TI) je einen Anlass zum Thema «Was ist der Beitrag der ABB für die Schweiz heute und in der Zukunft?» Infolge des grossen Interesses wurde danach kurzerhand ein mobiler ABB-Pavillon produziert, der auf einer «ABB Gottardo Roadshow 2016» in Biasca, Luzern, Zürich, Lugano und Baden präsentiert wurde.

Schliesslich hat standing ovation, ebenfalls im enger Kooperation mit dem ABB-Eventteam, im Oktober den ABB Capital Markets Day mit zusätzlichem Mitarbeiterevent sowie das ABB Technology Forum konzipiert und durchgeführt. Anlässlich des Technology Forums wurde in diesem Jahr erstmals der mit 300 000 Dollar dotierte ABB-Forschungspreis zu Ehren des ehemaligen Verwaltungsratsvorsitzenden Hubertus von Grünberg an einen Jungforscher aus Belgien verliehen.

Ein Event der Extraklasse.

Carmen Feuz, ABB Ltd.

Die langjährige enge Partnerschaft mit standing ovation wird nach diesem intensiven Jahr von ABB ganz besonders gewürdigt. «Es ist ein grosses Glück, dass wir unser aus operativer wie kommunikativer Sicht so wichtiges Jubiläumsjahr mit einem derart kompetenten Eventpartner bestreiten und gestalten durften», sagt Carmen Feuz, Leiterin Corporate Events bei ABB Asea Brown Boveri Ltd. Speziell die 125-Jahre-Jubiläumsgala habe in Sachen Planungsperfektion, Ausstrahlung und Professionalität einen echten Benchmark gesetzt. «Das war ein Eventprojekt der Extraklasse, dessen unzählige Module auch unser Roboter YuMi nicht besser zu einem stimmigen Ganzen hätte zusammenfügen können.»

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